Keuschheit erfahrung andrea ludwig design

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Mafra ist vor allem vom römischen Hochbarock geprägt, es zeigen sich aber auch süddeutsche und portugiesische Stilelemente. Die freigiebig mit italienischen Statuen geschmückte Kirche ist sehr eindrucksvoll. Die Richter urteilen streng nach dem Wortlaut des Verfassung Sparen ist illegal ganz besonders, wenn man pleite ist und nur mit Verlust arbeitet, müssen die Beamten ihre Ruhestands Vollversorgung und Sonderrechte weiterhin beziehen dürfen haben wir etwas anderes erwartet?

Bitte diesen Brief aushändigen dem ersten hübschen ledigen Mädchen, das Herr Briefträger auf seinem Weg antrifft: Patrioten, aber viele Idioten machten ihnen das Leben schwer Manuel Alves Costa Eng. Doyen des Archivarwesen Deutschlands via: Die Legende von Mendo und Menda, die Nachbarskinder von gegenüber Ferngesteuertes Uboot Torpedo durchquert den Atlantik allein bis Baiona 1.

Der Rest ist eine Geschichte für Hollywood Trichloranisol verhunzt Weine Tribromanisol TBA , ist ein ebenso ein potenter Geschmackskiller Holzschutzmittel, bromierte Feuerschutz Lackierung Pilze und Paletten und mnachmal hat die Borke am Baum bei Feuer selbst schon seinen Zweck begonnen überkritische Kohlendioxid Behandlung was ist aus ihr seit anno geworden? Azoren in den Weltkriegen: Julius Lacer deos fecit et dicavit amico Curio Lacono Igaeditano?. How we can see this attribution of merits is an exception to the rules, an exception forged by the cunning of the local architect who, building a shrine and dedicating it to a friend and probably to a fellow citizen, could write on it all that he wanted.

Was würde Nasoni wohl zu dieser genialen Beleuchtung sagen? Halogenscheinwerfer gehören in ein Fernsehstudio, aber haben in einer Kirche zum Gottesdienst um Himmels Willen nichts zu suchen hier ist mal wieder eine Erinnerungs-Ohrfeige für intelligentes Denken fällig! Vermutlich wird der Oberhirte mal gehörig den Banausen den Marsch blasen!

Jesuiten verstehen was von Empathie Moritz, das einerseits viel weniger als schick verschrieen, andererseits keinen Rappen billiger ist. Nicht ohne Befremden schilderte sie im letzten Winter in einem Augenzeugen-Bericht für den Londoner "Weekend Telegraph" die Grillen der angelsächsischen Multimillionäre, die jedes Jahr schon lange vor Saisonbeginn ihren Dekorateur ins "Palace" entsenden, damit er dort ihre Suite nach Immer neuen Gesichtspunkten umkrempelt.

Anton Bergbahnen finanzierten, um dann über diese hinweg doch mit dem Hubschrauber aufzufahren, sind die Kapitalisten aus Deutschland schon glücklich, wenn. Das Riesenrad kapitalistischer Extravaganz dreht ihnen noch erfreulich schnell den Magen um.

Sich aber um gesellschaftlichen Glanz zu bemühen oder für seine Sammlung niederländischer Malerei nach aufsehenerregenden Kostbarkeiten zu jagen, das ginge über ein selbstgesetztes Limit für Luxus hinaus. Oft ist es nicht allein taktische Bescheidenheit, sondern dazu ein Mangel an Bedürfnissen, was die Reichen zurückhält. Deutschlands vermögendster Mann, der alte Friedrich Flick Umsatz: Er verfügt über muskulöse männliche Bewacher, denn lange Zeit hat ihn ein anonymer Briefschreiber durch präzise Morddrohungen in Unruhe versetzt.

Aber ein Privatauto hat er nie besessen. Sich mit seinen kleinen Bescheidenheiten populär zu machen, widerstrebt dem 83jährigen Patriarchen zum Leidwesen mancher Verehrer. Weder besonderes Augenmerk noch erneute Begehrlichkeit der Umwelt wünscht er auf sich zu ziehen.

Ein Kapitalist zahlt und schweigt: Das ist eine Devise, von der so alte Geldfüchse selbst im Zeitalter der Massenmedien nicht abgehen. Fünf Dutzend Bilder, die nichts anderes - zeigen als - zechende Mönche, mal traurig, mal heiter?

Ernst Georg Schneider Umsatz: Der auch allen anderen Unternehmern mit runder Bilanz zu mäzenatischem Wirken rät. Mit dem Festefeiern kann man in der Bundesrepublik falsch verstanden werden. Seit der Kölner Konzernherr Dr. Hans Gerling seinen Versicherungspalast mit Tanz und Konzert auf der. Am liebsten tanzen sie auf Festen mit eindeutig beruflicher Motivierung, wie dem alljährlichen Repräsentativ-Vergnügen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie im Kölner Hotel Excelsior Ernst, "Bergfest" genannt, oder auf den Lustbarkeiten der gehobenen Lebewelt, von denen sie sich nachher pikiert distanzieren können, wie die ahnungslosen Besucher einer schlechten Theater-Vorstellung, wenn anderntags böse Kritiken kommen.

Nur der Adel scheint weitgehend frei von solchen Komplexen. Eine Art von Gastlichkeit, wie sie die bürgerliche Geldgesellschaft der Bundesrepublik sich nicht nur aus Geiz verkneift. Nichts Vergleichbares ereignet sich auf den keineswegs bescheidenen Jagdsitzen von Industrie und Finanz, deren Herren das Weidwerk heute zwar auch als eine Art Standespflicht betrachten, meist jedoch nicht die ruhige Hand und das ruhige Gewissen aufbringen, daraus mehr zu machen als eine vornehme Kreislaufbelebung.

Das ungewohnte Objekt einer späten Fürstenromantik hat bisher soviel Mittel verschlungen wie ein modernes Krankenhaus, ist aber immer noch nicht reif, vom Volke in Augenschein genommen zu werden. Deshalb schätzt es die Werbeabteilung der gewaltig wachsenden Sachs-Gruppe nicht, den jüngeren Bruder Gunter und den älteren Bruder Ernst Wilhelm so einträchtig photographiert zu sehen, wie sie in Wahrheit miteinander verkehren.

Die Mehrzahl der Reichen in der Bundesrepublik bewegt sich auf dem. Unsicherheit und eine Art verkappter Angst bestimmen ihr Verhalten häufiger als der Machthunger, der ihnen gerne unterstellt wird, häufiger auch als der berechtigte Stolz auf ihre wirtschaftlichen Leistun- Angst vor den neidischen Reflexen.

Bundesrepublik den erkennbar Wohlhabenden berennen wie in keinem anderen kapitalistischen Land. Denn die definieren ihre eigenen gesellschaftlichen Formen vorerst nur aus der Abneigung gegen das Konventionelle. Das Bundesverdienstkreuz wollen sie nicht. Geselligkeit pflegen sie nicht, auch nicht untereinander.

Sie unterhalten sich nicht einmal darüber, wie ihre Kinder besser ausgebildet werden könnten. Als vor einiger Zeit Otto Brenner mit einer Krupp-Maschine von Berlin nach Frankfurt flog, klemmte vorübergehend das Fahrwerk, und manche im Stab des Essener Konzerns befiel nachträglich Gänsehaut bei dem Gedanken, der gefürchtete Metallarbeiterführer hätte ausgerechnet in einem Flugzeug dieses Tarifpartners verunglücken können.

Der Lohn sei zufriedenstellend, habe der Mann ihm zugeben müssen. Warum er dann so eifrig ins Horn der Gewerkschaften blase und immer noch mehr wolle? Einer Klasse, die oben ist, obwohl sie es zum Bedauern des Herrenreiters und ehemaligen Paukstudenten Fritz Berg trotz geographischer Nachbarschaft zum Kommunismus nicht verstanden hat, Vorbild und Elite zu verkörpern, wie einst im Kaiserreich der Adel und die Offiziere. Der wahre Feind des reichen Mannes sitzt natürlich für den Rechtsintellektuellen Gehlen links, und zwar links oben: So etwas hören Reiche in Deutschland ganz gern.

Es bestärkt sie in der Illusion, auf die angenehmste Weise gefährlich zu leben. Man möge sich nur nicht in die Defensive" drängen lassen "durch ein Unternehmerbild, dessen Züge aus Anwürfen der Arbeiterschaft und Klischees der Intellektuellen stammen".

Unüberhörbar kommen aus dem eigenen Lager wohlmeinende Ratschläge an den Unternehmer und Reichen, sich dem Volk in voller Güte zu zeigen, "die Öffentlichkeit", wie der Unternehmer Otto A.

Friedrich sagt, "selbst von seinem Wert als Pfeiler der freien Gesellschaft zu überzeugen". Weil nicht mit letzter Sicherheit zu sagen ist, wieweit eine Totalaufnahme des schlichten Pfeilers den noch wesentlich schlichteren Betrachter eben doch schon wieder herausfordert, neigen die meisten Industrie-Millionäre dazu, sich öffentlich allenfalls als eine Art Brustbild ihrer selbst zu präsentieren; selbstverständlich mit Dekorationen.

Die reichen Enkel aristokratischer Standesherren bemühen sich noch als umsatzhungrige Fabrikanten um einen Hauch von Trottelhaftigkeit und Selbstironie: Unverbrämtes Eigenlob ist ihnen so peinlich wie neue Schuhe.

Aus den Stilblüten Industrieller Selbstberühmung aber duftet es nicht selten nach einer Vergangenheit, die Inhabern und Erben von Firma und Kapital schon zu Lebzeiten den Nischenplatz interner Heiligen-Verehrung einräumte. So bedient sich eine Jubiläumsschrift der Hildener Lackfabrik Wiederhold auch hinsichtlich der Innenarchitektur eines netten neuen Verwaltungsgebäudes maximaler Worte: Solidität des Fortschritts und Fortschrittlichkeit der Solidität auf der Grundlage harmonischer Verschmelzung von behutsam gepflegter Familientradition mit kühner moderner Wirtschaftsgesinnung.

Nichts wollen sie lieber sein, als ihres Volkes Vorarbeiter, nichts ist ihnen so unangenehm, wie die Erwähnung der Annehmlichkeiten und Vorrechte, die sich aus ihrer Vermögenssituation ergeben. Ich habe doch meine Arbeit. Man hat es eben. Doch hat auch das seine Tücken. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen las es auch und schickte sich an, gegen ihn ein Verfahren wegen Naturfrevel einzuleiten.

Körber mir an einem Montagmorgen seine verformte Wange: Er ist Kirchenvorsteher seines Wohnortes Gonsenheim. Niemals aber versucht er, vornehm von dem Produkt abzulenken, dessen Florieren die Quelle seiner gesellschaftlichen Wichtigkeit darstellt. Doch wollte er sich politisch niemals irgendwie festlegen. Wochentags fährt der Generalkonsul mit einem Mercedes Modell SE durchs Land, um, wie er sich rühmt, sein eigener "erster Verkäufer" zu sein.

Sonntags siedelt er von seinem mittelständischen Gonsenheimer Bungalow in sein respektables Jagd-Domizil über, um bei weidmännischen Spaziergängen ohne Passion neue Kraft zu sammeln für das erneute Nachdenken über den Absatz eines immer weiter "Jede Rolle ein Präsent" verfeinerten Papiers.

Virchow hat der Multimillionär Klenk unverdrossen zum Sinnspruch seines Wirkens erhoben, das als typisch gelten darf für die Bedürfnisse einer ganzen Kategorie von angenehm geltungshungrigen Selfmade-Industriellen.

Sie geizen nicht mit sich. Mit möglichst vielen wollen sie Sorgen, Erfolg, ja sogar noch den Gewinn teilen, wenn man nur einsieht, wie tüchtig sie sind. Auf der Suche nach den höheren Weihen der Wohlstandsgesellschaft behängen sie sich mit Ehrenämtern und Titeln, die in einem seltsamen Widerspruch stehen zu den beschworenen Strapazen ihres Unternehmer-Daseins.

Aber alles, was sie tun - auch das Gute -, soll stets noch ein wenig Nutzen erbringen für Werk und Ware, ohne die sie selbst meist weder reich noch wichtig wären. Sie nutzen die steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten, den Boden der engeren Heimat mit kleinen kulturellen Wohltaten zu düngen; nutzen auch die Gelegenheit, sich selbst und der Firma ein Denkmal zu schaffen.

Nun, findet er, sei das ein "Platz der Erbauung" geworden. Vor allem aber sind die eigenen Arbeiter für den Unternehmer Ziel einer freiwilligen Zuwendung, die mitunter an die Haltung eines Pflegevaters erinnert. Während die Gewerkschaften für allzu menschliche Arabesken unternehmerischer Fürsorge das abschätzige Wort "Sozialklimbim" in Umlauf setzten, ist in den Betrieben der reichen Familienunternehmer eine exotische Vielfalt menschlicher Aufmerksamkeiten erblüht, wobei viele, Reiche nach Möglichkeit auch noch ihr eigenes Glücksmodell und die eigenen Interessen für ihre Betriebsangehörigen als verbindlich erklären möchten.

Liebhaber moderner Kunst wie der Odol-Hersteller Schneider oder der Lackfabrikant Kurt Herberts konfrontieren die zunächst meist widerstrebende Belegschaft mit dem eigenen Sammelobjekt. Der stille Harms Voith, Maschinenfabrikant zu Heidenheim an der Brenz Millionen Umsatz , führt, wie auch der Wuppertaler Lackhersteller Herberts, seine Lehrlinge durch eine dreijährige Ganzheitsschule, die sie als verwandelte Menschen verlassen.

Mustersiedlungen und freiwillig ins Leben gerufene Alterskassen, Ferienheime und Abendschulen, hervorragende Betriebsfeuerwehren, bunte Arbeitsuniformen, appetitlich farbenfrohe Speisekasinos und Sporthallen entstehen aus diesem familiär erblühenden Wohlverhalten der Reichen, die ihre kapitalen Gewinne lieber in die Firma als in den privaten Luxus stecken. Umgekehrt glauben, von Allensbach zu Hause gefragt, nur 14 Prozent der Bundesbürger, die Unternehmer hätten am Emporkommen der Bundesrepublik überragenden Anteil.

Demnach haben die Besitzbürger in der öffentlichen Vorstellung offenbar nicht viel mehr Kontur angenommen als die Gewerkschaftler, denen der demoskopisch abgefragte Volksmund zu nur zwölf Prozent den Löwenanteil am Wirtschaftsaufschwung zubilligt.

Vielfältig und verworren, gleich einer Landkarte deutscher Hoheitsrechte nach dem Westfälischen Frieden, sind die individuellen Variationen unternehmerischer Sozialpolitik. Es gibt Theoretiker, die den Industriellen noch weiter ins neue Patriarchat drängen und in dem vom Konkurrenzkampf und Wiederaufbau ausgepumpten Kapitalisten auch noch den Retter aus allerlei allgemeinen Notständen der Wohlstandsgesellschaft erblicken wollen.

Dagegen sträuben sich nüchterne Praktiker wie der Hamburger Bankier und Handelskammer-Vize Alwin Münchmeyer, dessen Haus als einer der wenigen Schauplätze internationaler Geselligkeit in der Bundesrepublik gilt.

Günter Henle konnte er nicht daran hindern, aus dem Parlament auf den Thron seines Klöckner-Konzerns zurückzukehren. Zögernd und unsicher, wie in allen Fragen der gesellschaftlichen Orientierung, placieren Reiche ihre Einsätze im politischen Spiel.

Wenn es öffentlich vermerkt wird, erschrecken sie tief.

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Besitzen Sie schon ein Benutzerkonto? Nein, erstellen Sie jetzt ein Benutzerkonto. Ja, mein Passwort ist: Sie geizen nicht mit sich. Mit möglichst vielen wollen sie Sorgen, Erfolg, ja sogar noch den Gewinn teilen, wenn man nur einsieht, wie tüchtig sie sind. Auf der Suche nach den höheren Weihen der Wohlstandsgesellschaft behängen sie sich mit Ehrenämtern und Titeln, die in einem seltsamen Widerspruch stehen zu den beschworenen Strapazen ihres Unternehmer-Daseins.

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Mustersiedlungen und freiwillig ins Leben gerufene Alterskassen, Ferienheime und Abendschulen, hervorragende Betriebsfeuerwehren, bunte Arbeitsuniformen, appetitlich farbenfrohe Speisekasinos und Sporthallen entstehen aus diesem familiär erblühenden Wohlverhalten der Reichen, die ihre kapitalen Gewinne lieber in die Firma als in den privaten Luxus stecken.

Umgekehrt glauben, von Allensbach zu Hause gefragt, nur 14 Prozent der Bundesbürger, die Unternehmer hätten am Emporkommen der Bundesrepublik überragenden Anteil. Demnach haben die Besitzbürger in der öffentlichen Vorstellung offenbar nicht viel mehr Kontur angenommen als die Gewerkschaftler, denen der demoskopisch abgefragte Volksmund zu nur zwölf Prozent den Löwenanteil am Wirtschaftsaufschwung zubilligt. Vielfältig und verworren, gleich einer Landkarte deutscher Hoheitsrechte nach dem Westfälischen Frieden, sind die individuellen Variationen unternehmerischer Sozialpolitik.

Es gibt Theoretiker, die den Industriellen noch weiter ins neue Patriarchat drängen und in dem vom Konkurrenzkampf und Wiederaufbau ausgepumpten Kapitalisten auch noch den Retter aus allerlei allgemeinen Notständen der Wohlstandsgesellschaft erblicken wollen.

Dagegen sträuben sich nüchterne Praktiker wie der Hamburger Bankier und Handelskammer-Vize Alwin Münchmeyer, dessen Haus als einer der wenigen Schauplätze internationaler Geselligkeit in der Bundesrepublik gilt. Günter Henle konnte er nicht daran hindern, aus dem Parlament auf den Thron seines Klöckner-Konzerns zurückzukehren. Zögernd und unsicher, wie in allen Fragen der gesellschaftlichen Orientierung, placieren Reiche ihre Einsätze im politischen Spiel.

Wenn es öffentlich vermerkt wird, erschrecken sie tief. Ihre heimliche Sympathie gilt da wie dort den Regierenden, die sie bei den Geschäften nicht stören. Anstelle der Reichsten sah man die Manager der Reichsten um den politischen Teil des Kapitalismus bemüht: Immerhin war es ein Kapitalist - der Jutespinner und Unionsabgeordnete Rembert van Delden -, der gegen alle Widerstände der kapitalistischen Lobby im Bundestag das neue Aktienrecht durchboxte.

Die Reichen schätzen es, ihre Tafel und ihr optisches Prestige mit den hohen Würdenträgern des Parteien- und Staatsapparates zu schmücken, und verschmähen dabei keineswegs Sozialdemokraten. Von ihm haben alle Parteien ein wenig bekommen und brachten doch ein gegen seine Kredit-Methode gerichtetes Gesetz Lex Münemann in Bonn durch.

Seither widmet der Münchner Finanzier seine Schecks speziell den Freien Demokraten, die als seine Schutzengel halfen, diese Bombe auf dem Verordnungwege zu entschärfen. Es geht um Geschäft und Prestige, kaum je um richtige Politik, die den.

Der Glücksfall scheint gegeben, wenn einer wie Dr. Günter Henle, Musikverleger aus Passion und allmächtiger Chef des Klöckner-Konzerns, seine Laufbahn im diplomatischen Dienst begann, in Bonn der exklusiven Gesellschaft für Auswärtige Politik vorsitzt und seine Tochter an einen Diplomaten und Diplomatensohn - nämlich den des ehemaligen deutschen Tokio-Botschafters Haas - verheiratete. Nach einer Weile freilich entdecken sie: Dazu dämpfte sein Freund Berthold Beitz noch die konsularische Hingabe mit der unwiderlegbaren Feststellung, nur einfach Max Grundig zu sein, genüge ja wohl vollauf.

Ähnliche Überlegungen gingen dem 37jährigen Kupplungs-Hersteller Ernst Wilhelm Sachs durch den Sinn, als er kürzlich die Konsulatsangebote von vier afrikanischen Staaten blutenden Herzens von der Hand wies. Natürlich gibt keiner der reichen und neureichen Träger des CC offen zu, er fühle sich dadurch in seinem Selbstgefühl gesteigert. Anders wären die Unkosten steuerlich nicht abzusetzen. Freilich - geschäftlich ist Schubert heute in Argentinien engagiert. In der Sorge, sich versehentlich einen zu ihrem wahren Rang nicht passenden Orden, Aufsichtsrats-Posten, Titel oder Sport zugezogen zu haben oder das Passende nicht zum richtigen Zeitpunkt, grapschen sie nach allem - oder zukken vor allem zurück.

Er empfahl, Orden jenen vorzubehalten, denen ihr Amt nicht gestatte, tüchtig Vermögen zu bilden. Auf der Suche nach der rechten Ehre gewinnt für den Reichen das an Bedeutung, was er bei jeder Gelegenheit tragen und mit Geld allein nicht an sich ziehen kann. Der zum Wienerwald - Heros emporgestiegene Kellner Friedrich Jahn zieht, so sagte er zu mir, allem sonst Denkbaren den taufrischen Titel eines österreichischen Kommerzialrates vor, den wider Erwarten Geld nicht kaufen kann.

Dieses exklusive Flair des Unbezahlbaren ist es, was den meisten bürgerlichen Reichen einen akademischen Grad als eindeutiges Status-Symbol begehrenswert macht, obwohl die notleidenden deutschen Hochschulen sich die Doktorhüte honoris causa nachher sehr wohl honorieren lassen.

Hermann Reusch, der kunstsinnige und wachholderdurstige ehemalige Chef der Gutehoffnungshütte Jahreseinkommen über 1,5 Millionen Mark , stiftete der Technischen Hochschule Aachen für den Dr. Er fiel damit nicht aus dem Rahmen. Denn geisteswissenschaftliche Interessen oder gar Verdienste sind ihnen - ähnlich wie die politischen - so leicht nicht nachzurühmen. Man sammelt Noldes, Beckmanns, Heckels und Nays, oft nur, weil es en vogue ist und die Preise so steigen und man diese Aktien an der Wand, wie Nolde- und Beckmann-Käufer Berthold Beitz sich lustig macht, "ja immerhin wenigstens aufhängen kann, wenn sie mal fallen".

Wenn diese Reichen wohltätig zu werden anfangen, geben sie lieber rundum in möglichst viele Listen und Töpfe, selbstverständlich unter Berücksichtigung des religiösen und politischen Proporzes bei den bedachten Institutionen.

Der reiche Wohltäter der Bundesrepublik hat wenig mit dem Heiligen Martin gemein, der dramatisch den eigenen Mantel teilt. Viel eher erinnert er an einen Patienten, dessen ungesunde Leibesfülle man mit Schröpfköpfen spickt. Es gibt kein prosperierendes kapitalistisches Land, in dem es schwieriger wäre, in den Reichen unmittelbare Anteilnahme zu wecken für Unglückliche, denen sie mit ihrem Reichtum helfen könnten; sie zu gewinnen etwa für die Finanzierung einer hilfreichen karitativen Idee.

Die Bundesrepublik ist das westliche Wunderland, in dem beispielsweise am schlechtesten für die Heilung und Ausbildung spastisch gelähmter Kinder gesorgt wird, eine Angelegenheit, die in England und Amerika zu den freudig akzeptierten Aufgaben wohlhabender Spender gehört. Wieso der begabte Kranke und seine Leidensgenossen nicht auch im eigenen Lande eine Hochschule fin-den, an der man im Rollstuhl zu Vorlesungen erscheinen kann, fragte sich offenbar niemand.

Kaum einer von 50 Multimillionären konnte mir auf Anhieb mitteilen, wo und wofür und wieviel er gespendet hatte, so glatt, so automatisch läuft das steuerbegünstigte Benefiz durch die Bücher und ergibt doch am Ende sechsstellige Summen. Das gute Gewissen ist häufig eine Frage der Buchhaltung geworden. Wenn am Morgen seiner Jahresversammlung über dem Wiesbadener Kurhaus die Verbandsfahne mit dem lateinischen Motto "maecenates voco" aufsteigt, so signalisiert sie den segensreichen Widersinn einer Bemühung, zu der in Wahrheit nicht der herzhaft engagierte Mäzen; sondern der gute stille Scheckgeber gerufen wird.

Einmal den unersättlichen Kapitalbedarf ihrer expansiven Betriebe; zum anderen eine Gesetzgebung, die den Reichen generell zwar begünstigt, dem reichen Stifter indes nicht viel Verlockendes zu bieten hat. Sie gehören zu dem Zehntelprozent von Reichen in der Bundesrepublik, die sich ihrer Millionen mit rühmenswertem Edelmut entledigen, natürlich ohne deshalb gleich leben zu müssen wie die Bausparer.

Und in der reichen Demi-Society gilt ein Mann wie der kinderlose Hamburger Maschinenbauer Körber, der in zehn Jahren bald zehn Millionen für das Gemeinwohl stiftete, sogar schon fast als "Spinner", weil er sonntags knallige Bilder malt und immerzu mit aufgekrempelten Ärmeln die Umwelt verbessern möchte.

Eher in Hamburg und im Alemannischen als in den katholischen Bundesländern gedeiht heute der Typ des Teilenden mit dem knorrigen Gemeinsinn und den puritanischen Klopfzeichen im Gewissen.

Landauf, landab dagegen blüht, wenn. Hinter der immerzu über Kapitalmangel klagenden Gesellschaft der Reichen zieht eine breite Spur kleiner und kleinster Opfergaben und Freundlichkeiten her, wie Kielwasser hinter einem Luxusdampfer.

Viel leichter als bei anonymen Kapitalgesellschaften halten die Bittsteller beim namhaften Kapitalisten direkt ihre Hand auf. Höheres sportliches oder musisches Dilettieren erspart einem reichen Manne diese Auslagen und verschafft ihm sogar gratis die Aura schöner Aufgeschlossenheit, obwohl es fast immer seinen Lohn schon in sich trägt.

Der Olympionike Neckermann Familien-Umsatz: Ein knappes Dutzend amtsbekannter reicher Ästheten, darunter der hannoversche Schokoladenfabrikant Sprengel mit einer runden Sammlung günstig eingekaufter Expressionisten und der Schweinfurter Kugellager-Industrielle Georg Schäfer Kugelfischer, Umsatz: Nur wenige haben einen Sinn für die Malerei der Gegenwart, soweit sie noch nicht arriviert ist.

Sie machte eine Geste des Wegwerfens. Ruht der Klassenkampf in Deutschland? Im Katechismus der Oberschicht Flick-Besitz "Haus Hohbeck" bei Düsseldorf. Industriellen-Ehefrau Gabriele Henkel, Tischherr: Der Feind des reichen Mannes Reicher Politiker von Guttenberg: Die Reichen sind politisch Gelesen Verschickt Gesehen 1.

Herr Gauland und die Entsorgung. Geschichte lässt sich nicht wegwischen. Italiens Unternehmer über die neue Regierung: Jerusalem baut unterirdischen Friedhof. Aufregung um ausgebrochene Raubtiere. Schlafen in der Raum-Kapsel. Passant wirft Flasche auf fahrendes Auto.



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Umgekehrt glauben, von Allensbach zu Hause gefragt, nur 14 Prozent der Bundesbürger, die Unternehmer hätten am Emporkommen der Bundesrepublik überragenden Anteil. Demnach haben die Besitzbürger in der öffentlichen Vorstellung offenbar nicht viel mehr Kontur angenommen als die Gewerkschaftler, denen der demoskopisch abgefragte Volksmund zu nur zwölf Prozent den Löwenanteil am Wirtschaftsaufschwung zubilligt.

Vielfältig und verworren, gleich einer Landkarte deutscher Hoheitsrechte nach dem Westfälischen Frieden, sind die individuellen Variationen unternehmerischer Sozialpolitik. Es gibt Theoretiker, die den Industriellen noch weiter ins neue Patriarchat drängen und in dem vom Konkurrenzkampf und Wiederaufbau ausgepumpten Kapitalisten auch noch den Retter aus allerlei allgemeinen Notständen der Wohlstandsgesellschaft erblicken wollen.

Dagegen sträuben sich nüchterne Praktiker wie der Hamburger Bankier und Handelskammer-Vize Alwin Münchmeyer, dessen Haus als einer der wenigen Schauplätze internationaler Geselligkeit in der Bundesrepublik gilt. Günter Henle konnte er nicht daran hindern, aus dem Parlament auf den Thron seines Klöckner-Konzerns zurückzukehren. Zögernd und unsicher, wie in allen Fragen der gesellschaftlichen Orientierung, placieren Reiche ihre Einsätze im politischen Spiel.

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Die Reichen schätzen es, ihre Tafel und ihr optisches Prestige mit den hohen Würdenträgern des Parteien- und Staatsapparates zu schmücken, und verschmähen dabei keineswegs Sozialdemokraten. Von ihm haben alle Parteien ein wenig bekommen und brachten doch ein gegen seine Kredit-Methode gerichtetes Gesetz Lex Münemann in Bonn durch.

Seither widmet der Münchner Finanzier seine Schecks speziell den Freien Demokraten, die als seine Schutzengel halfen, diese Bombe auf dem Verordnungwege zu entschärfen. Es geht um Geschäft und Prestige, kaum je um richtige Politik, die den. Der Glücksfall scheint gegeben, wenn einer wie Dr. Günter Henle, Musikverleger aus Passion und allmächtiger Chef des Klöckner-Konzerns, seine Laufbahn im diplomatischen Dienst begann, in Bonn der exklusiven Gesellschaft für Auswärtige Politik vorsitzt und seine Tochter an einen Diplomaten und Diplomatensohn - nämlich den des ehemaligen deutschen Tokio-Botschafters Haas - verheiratete.

Nach einer Weile freilich entdecken sie: Dazu dämpfte sein Freund Berthold Beitz noch die konsularische Hingabe mit der unwiderlegbaren Feststellung, nur einfach Max Grundig zu sein, genüge ja wohl vollauf. Ähnliche Überlegungen gingen dem 37jährigen Kupplungs-Hersteller Ernst Wilhelm Sachs durch den Sinn, als er kürzlich die Konsulatsangebote von vier afrikanischen Staaten blutenden Herzens von der Hand wies.

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Er empfahl, Orden jenen vorzubehalten, denen ihr Amt nicht gestatte, tüchtig Vermögen zu bilden. Auf der Suche nach der rechten Ehre gewinnt für den Reichen das an Bedeutung, was er bei jeder Gelegenheit tragen und mit Geld allein nicht an sich ziehen kann. Der zum Wienerwald - Heros emporgestiegene Kellner Friedrich Jahn zieht, so sagte er zu mir, allem sonst Denkbaren den taufrischen Titel eines österreichischen Kommerzialrates vor, den wider Erwarten Geld nicht kaufen kann.

Dieses exklusive Flair des Unbezahlbaren ist es, was den meisten bürgerlichen Reichen einen akademischen Grad als eindeutiges Status-Symbol begehrenswert macht, obwohl die notleidenden deutschen Hochschulen sich die Doktorhüte honoris causa nachher sehr wohl honorieren lassen. Hermann Reusch, der kunstsinnige und wachholderdurstige ehemalige Chef der Gutehoffnungshütte Jahreseinkommen über 1,5 Millionen Mark , stiftete der Technischen Hochschule Aachen für den Dr.

Er fiel damit nicht aus dem Rahmen. Denn geisteswissenschaftliche Interessen oder gar Verdienste sind ihnen - ähnlich wie die politischen - so leicht nicht nachzurühmen. Man sammelt Noldes, Beckmanns, Heckels und Nays, oft nur, weil es en vogue ist und die Preise so steigen und man diese Aktien an der Wand, wie Nolde- und Beckmann-Käufer Berthold Beitz sich lustig macht, "ja immerhin wenigstens aufhängen kann, wenn sie mal fallen". Wenn diese Reichen wohltätig zu werden anfangen, geben sie lieber rundum in möglichst viele Listen und Töpfe, selbstverständlich unter Berücksichtigung des religiösen und politischen Proporzes bei den bedachten Institutionen.

Der reiche Wohltäter der Bundesrepublik hat wenig mit dem Heiligen Martin gemein, der dramatisch den eigenen Mantel teilt. Viel eher erinnert er an einen Patienten, dessen ungesunde Leibesfülle man mit Schröpfköpfen spickt. Es gibt kein prosperierendes kapitalistisches Land, in dem es schwieriger wäre, in den Reichen unmittelbare Anteilnahme zu wecken für Unglückliche, denen sie mit ihrem Reichtum helfen könnten; sie zu gewinnen etwa für die Finanzierung einer hilfreichen karitativen Idee.

Die Bundesrepublik ist das westliche Wunderland, in dem beispielsweise am schlechtesten für die Heilung und Ausbildung spastisch gelähmter Kinder gesorgt wird, eine Angelegenheit, die in England und Amerika zu den freudig akzeptierten Aufgaben wohlhabender Spender gehört. Wieso der begabte Kranke und seine Leidensgenossen nicht auch im eigenen Lande eine Hochschule fin-den, an der man im Rollstuhl zu Vorlesungen erscheinen kann, fragte sich offenbar niemand.

Kaum einer von 50 Multimillionären konnte mir auf Anhieb mitteilen, wo und wofür und wieviel er gespendet hatte, so glatt, so automatisch läuft das steuerbegünstigte Benefiz durch die Bücher und ergibt doch am Ende sechsstellige Summen.

Das gute Gewissen ist häufig eine Frage der Buchhaltung geworden. Wenn am Morgen seiner Jahresversammlung über dem Wiesbadener Kurhaus die Verbandsfahne mit dem lateinischen Motto "maecenates voco" aufsteigt, so signalisiert sie den segensreichen Widersinn einer Bemühung, zu der in Wahrheit nicht der herzhaft engagierte Mäzen; sondern der gute stille Scheckgeber gerufen wird.

Einmal den unersättlichen Kapitalbedarf ihrer expansiven Betriebe; zum anderen eine Gesetzgebung, die den Reichen generell zwar begünstigt, dem reichen Stifter indes nicht viel Verlockendes zu bieten hat. Sie gehören zu dem Zehntelprozent von Reichen in der Bundesrepublik, die sich ihrer Millionen mit rühmenswertem Edelmut entledigen, natürlich ohne deshalb gleich leben zu müssen wie die Bausparer.

Und in der reichen Demi-Society gilt ein Mann wie der kinderlose Hamburger Maschinenbauer Körber, der in zehn Jahren bald zehn Millionen für das Gemeinwohl stiftete, sogar schon fast als "Spinner", weil er sonntags knallige Bilder malt und immerzu mit aufgekrempelten Ärmeln die Umwelt verbessern möchte. Eher in Hamburg und im Alemannischen als in den katholischen Bundesländern gedeiht heute der Typ des Teilenden mit dem knorrigen Gemeinsinn und den puritanischen Klopfzeichen im Gewissen.

Landauf, landab dagegen blüht, wenn. Hinter der immerzu über Kapitalmangel klagenden Gesellschaft der Reichen zieht eine breite Spur kleiner und kleinster Opfergaben und Freundlichkeiten her, wie Kielwasser hinter einem Luxusdampfer.

Viel leichter als bei anonymen Kapitalgesellschaften halten die Bittsteller beim namhaften Kapitalisten direkt ihre Hand auf. Höheres sportliches oder musisches Dilettieren erspart einem reichen Manne diese Auslagen und verschafft ihm sogar gratis die Aura schöner Aufgeschlossenheit, obwohl es fast immer seinen Lohn schon in sich trägt.

Der Olympionike Neckermann Familien-Umsatz: Ein knappes Dutzend amtsbekannter reicher Ästheten, darunter der hannoversche Schokoladenfabrikant Sprengel mit einer runden Sammlung günstig eingekaufter Expressionisten und der Schweinfurter Kugellager-Industrielle Georg Schäfer Kugelfischer, Umsatz: Nur wenige haben einen Sinn für die Malerei der Gegenwart, soweit sie noch nicht arriviert ist.

Sie machte eine Geste des Wegwerfens. Ruht der Klassenkampf in Deutschland? Im Katechismus der Oberschicht Flick-Besitz "Haus Hohbeck" bei Düsseldorf. Industriellen-Ehefrau Gabriele Henkel, Tischherr: Der Feind des reichen Mannes Reicher Politiker von Guttenberg: Die Reichen sind politisch Gelesen Verschickt Gesehen 1. Herr Gauland und die Entsorgung. Geschichte lässt sich nicht wegwischen. Italiens Unternehmer über die neue Regierung: Jerusalem baut unterirdischen Friedhof.

Aufregung um ausgebrochene Raubtiere.